Das Flimmern unerzählter Träume

Geschrieben am 15.11.2025
 

Vorwort: 

 

In meinem Text geht es um die verschwommene Grenze zwischen Wunsch und Realität. Er erzählt davon, wie die so unterschiedlichen Formen der Vorstellung manchmal miteinander verschmelzen. In wieder anderen Lebenssituationen wirken sie unerträglich weit voneinander entfernt. So mancher Traum verblasst immer mehr, bis er komplett vergessen wird. Doch diese Träume sind nur verborgen und tief in uns immer noch greifbar. Sie flimmern in einer zarten, zerbrechlichen, doch zugleich schön schimmernden Hülle. Dabei wirken sie wie Seifenblasen, die durch unser Unterbewusstsein schweben und in uns verborgen weiterleben.  

 

Das Flimmern unerzählter Träume:

 

Einst konnten viele Wünsche im Glanz der Dämmerung schimmern, doch verhüllende Gefühlsschleier sollten die Helligkeit leuchtender Zuversicht dimmen. Im violett vernebelten Morgenschimmer offenbart Sternenenstaub verblasster Hoffnung ein noch verborgenes Angesicht. So manche geschlossenen Augen sehen das Licht vor Verblendung jedoch nicht. Es scheint, als würde sich ein verborgener Hauch über die schlafende Welt legen und im zarten Scheinen ruhender Stille neue Chancen erheben. Ein Hauch verwehender Farben malt in weicher Sanftheit idyllische Farbverläufe in den jungen Tag, nicht wissend, was er heute bringen mag. Eine Frau sitzt nachdenklich auf einer Bank, während ihre Leichtigkeit in Gedanken verschwand. Es scheint, als könne die Luft träumen, während vorbeischwebende Sorgen im Glanz erwachter Sonne ihre Wirkung versäumen. Sie spürt, wie Unruhe im erwachenden Tag vergeht und dabei neue Besinnlichkeit entsteht. Während der Schleier des Morgens aufkommender Klarheit immer mehr Sicht einräumt, haben verharrende Gedanken schon nicht mehr geträumt.  Im fast magischen Moment stiller Nüchternheit erscheint matt gewordene Tiefe in einem neuen Kleid. Ihr Gemüt spürt dieses sanfte Flimmern und kann doch den Aufstieg nach oben nicht erklimmen. Ein Regen aus Sonnenstrahlen fällt durch ein zart erscheinendes Licht, das sich an den Schatten goldgelber Bäume bricht.  

 

Wortlos sah sie diese Schönheit an, denn in flüchtig verwehter Zeit wirkte ihre innere Schwingung in harmonischem Einklang.  Doch, während ihr Atem im Angesicht der Schönheit zu atmen versäumt, hat ihr gefesselter Verstand bereits nicht mehr weiter geträumt. Im Schmerz verlorener Worte, formt ihre innere Stimme Bilder an vergangene Orte. Lange Haare wehen in starken Böen unruhig über ihre kaum lächelnden Lippen. Behutsam können einzelne Strähnen weiche Haut immer wieder seidenweich antippen. Wie flüchtig streichelnde Gesten bald erwachender Zuversicht streicht der Wind behutsam über ihr Gesicht. Zugleich merkt sie, dass sich Kämpfen für ihre Wünsche lohnt, denn Zuversicht wird mit Glück belohnt. Einheitlich gefärbte Grautöne verwischen immer mehr mit den einst so kräftig leuchtenden Bildern. Das verbliebene Licht kann in verborgenen Schichten wie ein Flüstern von vergessenen Nuancen weiterhin schillern.  Alltag ertönt in einem unaufhörlich monotonen Rauschen, denn ein trüber Nebelschleier konnte ihren hoffnungsvollen Augen den Glanz der Wünsche rauben. Unruhige Beine wippen ruhelos auf der harten Holzbank, während ein flüchtiger Hauch lebendiger Träume in Fragmenten erneut aufflammt.  

 

Braune Blätter schwingen mit goldgelbem Laub in harmonischem Klang, während ihr Fuß durch raschelndes Laub schwang. Ihre Blicke schweifen nicht am Farbenspiel entlang, denn Rastlosigkeit hat sie längst eingefangen. Wortlose Harmonie im verborgenen Gemüt sorgt für schwebend leichte Unbeschwertheit, denn sie findet in sich selbst ruhende Heiterkeit. Das zarte Flackern zeigt sich im Atem der vom Windhauch sanft umschmeichelten Haut, doch sie hat schon lange nicht mehr an ihre Empfindungen geglaubt. Ein Moment, geboren im flüchtigen Atemzug vergeht, während auch in Sekunden des Erinnerns noch kein Zugang zu ihren Wünschen entsteht. Bewusste Gedanken an lebendige Träume sehen müde Augen im gedimmten Tageslicht nicht, wenn der Sehnerv das Sehen vergisst. Es wartet ein stiller Schmerz, tief vergraben in ihrem sanftmütigen Herz. Sie wagt es nicht, ihn auszusprechen, zu sehr würde das Verlorene bereits verdrängte Ängste wecken. Sie übersieht flackerndes Flimmern eigener Zuversicht, die unaufhörlich mit ihr weiterspricht. Wie ein Splitter bricht ein einzelnes Lichtfragment, was ein verhüllter Blick schon nicht mehr kennt. Es ist ein reflektierend schöner Schein, doch er kann nicht in ihrem Gefühl gedeihen. Sie kann sich nicht mit ihren träumenden Denkwellen vereinen, versucht stattdessen, die Existenz der eigenen Wünsche zu verneinen. Dort, wo der winzige Glanz unvollkommener Stille ein Ganzes in kleine Scherben teilt, hat trotz des Wandels der Zeit ein Kristall der Erinnerung verweilt. Verborgen flimmert ein warmes Licht, das Hoffnung verspricht. 

 

Ein behutsam flüsternder Hauch beginnender Dämmerung scheint, wie ein stummes Schweigen zwischen Tag und Nacht. Die Sinnlichkeit ist plötzlich wieder in ihr erwacht. Behutsam streift ein flüsterleichter Wind über Ihre zaghaft bedeckte Haut. In besinnlichen Momenten hat etwas tief Verborgenes den aufkeimenden Erinnerungen vertraut. Ein zaghaftes Lächeln huschte über ihre leicht geöffneten Lippen, dabei durfte ihre Sinnlichkeit nur kurz an den Funken vergangener Träume nippen.  Langsam schwebt eine farblich harmonische Seifenblase vorbei, dabei wirkt sie lebendig, leicht und frei. Fragile Eleganz bezaubert und überrascht irritierte Blicke zugleich, denn diese Leichtigkeit ist ein Spiegel ihrer inneren Unsicherheit. Spiegelbilder auf einer glänzenden dünnen Schicht zeigen in Bildern an, was in verborgenen Wünschen zu Hause sein kann.  Sanfte Bewegungen wirken, wie ein geheimnisvoller Tanz, der das volle Spektrum der Farben umfassen kann. Eine Hülle flüchtiger Schönheit erstrahlt in unterschiedlich gefärbtem Licht, das trotz einzigartiger Eleganz nicht von dauerhafter Beständigkeit ist. Seidig leicht, fast magisch glänzend im hellen Schimmer, erscheint ein zartes, spiegelndes Glimmern. Die Leichtigkeit unbeschwerter Bewegungen wirkt nicht mehr weit. Wie ein hell erstrahlender Glanzfunke ist warme Lebendigkeit auch spürbar in emotional aufwühlender Lebenszeit. 

 

Allein aufflammend orange, rotes Glühen im sanften Lichtschein erhellt, was auch ihren Träumen bereits gefällt. Sie fragt sich, was die Quelle des langsam lodernden Flämmchens ist, ohne zu ahnen, dass der Ursprung in ihren Tiefen verborgen ist. Viele weitere Seifenblasen schwelgen in weiter Ferne und wirken dabei wie tausend unerreichbare Sterne. Der Tag schreitet immer weiter voran, während sie den Anblick dieser vergessenen Träume nicht mehr vergessen kann. In jeder zarten Hülle hat sich ein ungezählter Traum versteckt, der Anblick der Vielfalt hat Bewunderung für Vergessenes geweckt. Ein Funkeln schleicht sich in wieder geöffnete Blicke ein, schon lange konnte sie nicht mehr so erfüllend lebendig sein. Schwungvoll schwingen ihre Hände sanftmütig um die schwebende Hülle, dabei berührt sie Freude in großer Fülle. Ein kurzes Wirken zwischen Wirklichkeit und Illusion berührt sinnlich gelebte Intuition. Es lebt eine Schönheit, die sich im wehenden Wind verliert, während sich ihr schönster Traum nicht mehr in den Weiten der Schwerelosigkeit verirrt. Mühelos erhob sie sich von der harten Bank, während auch der letzte Zweifel in ihrem Gemüt verschwand.

 

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