Dein Schatten auf meiner Haut

Geschrieben am 13.08.2025


 

Deine fehlende Körperwärme ist wie ein Schatten auf meiner Haut, der mir trotz all der vergangenen Zeit noch immer den Atem raubt. Eine große Furcht überkommt mich, deine weiche Haut spüre ich trotz all meiner Gedanken nicht. Werden wir uns in der Zeit verlieren? Können sich unsere Gefühle in der Angst vor einer verlorenen Gegenwart verirren? Liebe ist frei, doch in meinen Gedanken gibt es nur uns zwei. Scheinbar unendliche Kilometer liegen zwischen uns. Die Hoffnung in mir sucht nach vielen einsamen Momenten noch nach deiner Gunst. Du bist nicht da, dennoch vergesse ich nicht, wie besonders die Verbindung zwischen uns trotz Entfernung war. Wir spüren eine Tiefe, die niemand von uns wirklich versteht und die dennoch jetzt zwischen uns steht. Dort, wo die Kälte der Luft meine Haut berührt, habe ich gerade deine warme Berührung in meiner Vorstellung gespürt. Es war nur ein flüchtiger Moment, doch die Sehnsucht hat sich tief in meine Gefühle gebrannt. Mein stiller Wunsch ist nicht real, deine Gefühle sind mir trotz fehlender Worte noch immer nicht egal. Kurze Bilder fluten meinen nach dir suchenden Verstand. Die Hoffnung hält trotz der leer herein scheinenden Sonne weiterhin Hand. Sekunden in starrer Leere gefangen, konnten meine Schultern in ihrer Regungslosigkeit fest umklammern. 

 

Etwas streicht unerwartet über meinen Arm, aber die Berührung ist kalt, nicht warm. Reflexartig suche ich nach dir. So sehr ich auch suche, du bist nicht hier. Ein Gedanke, so flüchtig und rein: Warum kann er jetzt nicht bei den deinen sein? Traurige Gefühle können nicht in den lichtdurchfluteten, hellen Raum schauen, sondern wollen weiterhin auf die Nähe in unseren Gedanken vertrauen. Traurige Blicke schauen ins Nichts, wenn in einer Leere der nicht wahrgenommenen Vielfalt jedes Bewusstsein für Verbindung erlischt. Ein Fenster ist nicht weit von mir entfernt, während eine plagende Frage ständig deinen Namen nennt.  

 

Plötzlich erscheint etwas, das ich noch nie zuvor sah. Ein prächtiger Vogel mit großen Flügeln war wie aus dem Nichts plötzlich da. Er setzt sich auf die Fensterbank, während sein Flügel jede Vernunft überspannt. Solange seine Federn ausgebreitet die Luft berühren, kann er den sanften Wind an seinen Flügeln spüren. Er verharrt in dieser für mich eigenartigen Position. Die stillschweigende Geste fühlt sich an wie nicht ausgesprochener Hohn. Als wolle er mir sagen, ich solle mich mit ihm gemeinsam in die Lüfte wagen. Diese stille Aufforderung, in sanften Gesten versteckt, hat meine Sehnsucht nach der Freiheit unserer Liebe erneut geweckt. Langsam, dennoch mit Bedacht bewegen meine Füße sich fort, die Flügel dieses einzigartigen Geschöpfs sind immer noch am selben Ort. Schritte gehen zaghaft zum Fenster, die Sehnsucht nach Nähe wird währenddessen in meiner Brust immer enger. Deine Abwesenheit erdrückt die Leichtigkeit, die Liebe verspricht, weil man in der Sehnsucht die Unbeschwertheit vergisst. Ein Schatten ziert meine Hand, direkt vor der Fensterbank. Jeder Schatten muss irgendwann weiterziehen, dem Wandern der verzierten Muster kann auch ich nicht entfliehen. Der Vogel blickt mich noch einige Zeit an, bevor er in den Weiten des Himmels verschwand. Die Vögel am Himmel fliegen gemeinsam mit meinen Gedanken zu dir, doch mein Körper bleibt hier.   

 

Die Sehnsucht nach Nähe spiegelt sich im Glas der geöffneten Tür. Plötzlich überkommt mich ein eigenartig hoffnungsvolles Gefühl. Sonnenstrahlen malen Muster mit dem Schatten spiegelnder Reflexionen. Dieser Anblick verwischt die Sehnsucht nach dir mit einer Fülle an liebevollen Emotionen in mir. Die Vielfalt einzelner ineinanderfließender, scheinbar zufälliger Kanten zeigt: die Tiefe flüchtiger Schönheit ist in mir noch immer vorhanden. Die Prüfung der verstreichen Zeit hat unsere Liebe trotzdem nicht bestanden. 

 

Gemälde, erschaffen vom Schatten des Lichtes meiner inneren Zuversicht. Reflexionen werden unaufhaltsam wandern, etwas Unbegreifliches hält die Verbindung trotz fehlender Körperwärme weiterhin zusammen. In der Fülle der Farbenpracht sehe ich plötzlich dein Angesicht. Es sorgt dafür, dass meine Liebe zu dir nicht die Anwesenheit unserer tiefen Verbundenheit vergisst. Verständnis weicht einem hoffnungslosen Blick, denn plötzlich sehe ich dich. Du bist nicht bewusst verschwunden, sondern hast im Angesicht der Abbiegungen des Lebens nicht zu mir gefunden. Das ist der Augenblick, in dem die Kälte tiefer Dankbarkeit weicht, während unaufhaltsam eine weitere Sekunde des Lebens verstreicht. Wahre Liebe vergeht nicht, im Angesicht unaufhaltsam voranschreitender Zeit, während das Leben weitere Geschichten schreibt. Vergangenes ist in meinen tiefen Gefühlen weniger flüchtig als der Kalender, trotzdem sehe ich, wie die Jahreszeiten sich immer wieder verändern. Es bleibt die Hoffnung, dass uns die Zeit nicht entzweit. In der Tiefe der Sehnsucht sind wir vereint.  

 

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