
Heiße Abende
Vorwort:
Während ich den Text begonnen habe zu schreiben, musste ich eine Meinung von einem anderen Menschen zur Idee wahrnehmen. Diese Art von Text ist neu für mich und ich war wohl etwas verunsichert. Zugegeben, die erste Reaktion von ihm war etwas überraschend. Er sagte mit überraschter Stimme: „Was ist los mit dir?“ „. Viele Grüße an dieser Stelle. Ich mag die Telefonate mit dir sehr gerne. Danke, dass du mir gestern zugehört hast.
Ich dachte mir, dass bestimmt noch mehr Menschen, die diesen Text lesen, überrascht sein werden. Also habe ich beschlossen, die Hintergründe zu erklären. Die letzten Texte waren eher melancholisch. Mir ist bewusst, dass es nicht jedem Menschen leichtfällt, diese intensiven Texte zu lesen. Ich wollte etwas schreiben, das positive Gefühle in euch weckt. Vermutlich braucht ihr ein bisschen Abwechslung. Momentan sind die Temperaturen sehr warm, vielleicht wird euch beim Lesen dieses Textes noch viel wärmer. Findet heraus, ob ihr genauso überrascht von meinem neuen Text seid wie mein lieber Gesprächspartner gestern.
Lange habe ich überlegt, wie weitreichend ich die Szene beschreiben möchte. Dabei bin ich zu dem Entschluss gekommen, es soll noch genug Spielraum vorhanden sein, damit ihr mit ihr in eurer Fantasie selbst überlegen könnt, wie es weitergeht.
Im Garten, wo ich aufgewachsen bin, hatten wir eine wundervoll duftende Wildrose. Der im Text beschriebene Rosenduft ist einer meiner Lieblingsdüfte, denn beim Riechen erinnere ich mich immer an diesen Ort. Oft wenn ich entspannen möchte, hülle ich den Raum mithilfe eines Diffusor für ätherische Öle in diesen besonderen Rosenduft. Diese sinnliche Erfahrung wollte ich unbedingt in den Text einbauen. Düfte sind etwas Wundervolles, denn sie sind sehr eng mit unseren Emotionen verbunden.
Heiße Abende:
Innere Unruhe erdrückt Unbeschwertheit, als die Tastatur nach einem langen Arbeitstag endlich verstummt. Angestrengte Blicke wandern zur Badezimmertüre, während der Gedanke an eine heiße Dusche in ihrer Vorstellung die Sinne verführt. Eine kraftlose Stimme summt ein Lied zur Entspannung. Mit jedem weiteren Ton löst sich ein Teil ihrer Anspannung. Tief atmet sie aus, verspannt schließt sie müde Augen und lässt einen Teil der Gedanken mit dem Atem aus ihrem Körper heraus. Warmes, angenehm weiches Wasser auf ihrer vom Stress leicht geröteten Haut ist, was sie in gestressten Momenten zum Loslassen hektischer Alltagsmomente braucht. Ihre Augen öffnen sich, kurz bevor sie nach einigen Schritten das Badezimmer betritt. Sie weiß genau, dass sie jetzt Erholung braucht. Ihre kräftezehrenden Gedanken werden beim Betreten des Badezimmers nur noch Schall und Rauch. Sorgen verdampfen bei tiefer Entspannung im angenehmen, wohltuenden Wasserdampf. Lächelnd nimmt sie ihren Lieblingsduft in die Hand, denn sie weiß, er beruhigt ihren Verstand. Kaum etwas entspannt ihr Gemüt mehr als ein Duft, der mit wohltuenden Erinnerungen verbunden ist. Der mit stimmungsvollem Licht beleuchtende Diffusor steht auf einem kleinen Tisch, der direkt neben der Dusche zu finden ist. Ein kleines Fläschchen ist ihr wohlbekannt. Sie hält ein kostbares Juwel unter ätherischen Ölen in der Hand. Ihre Sinne erleben den blumig-süßen Rosenduft mit jedem weiteren Atemzug. Von diesem besonderen Duft bekommt sie nie genug, weil er mit vielen schönen Gefühlen tief mit ihr verbunden ist. Er weckt besonders schöne Gedanken in ihr, denn er erinnert sie daran, wie schön so mancher einfacher Moment sein kann.
Ihre Hände greifen behutsam über ihre Schulter, dabei streifen ihre Finger den Träger des seidigen Sommerkleides herunter. Sie spürt einen glatten, geschmeidigen, leichten Stoff, der ihrer unbedeckten Haut weicht und sinnlich, ganz langsam ihren Körper hinabstreicht. Das innige Gefühl eines weichenden glatten Stoffes berührt genussvolle Momente. Mit beruhigenden, leichten Berührungen ihres Halses kann sie ihre Achtsamkeit vollkommen auf ihre Körperempfindungen lenken. Es scheint, sie muss in diesem schönen Augenblick nicht an Alltagssorgen denken. Es ist nur ein bisschen Entspannung, es dauert nur ein paar Minuten lang, dennoch bringt der Gedanke, sanfte Wassertropfen zu spüren, ihre Schritte wieder in Gang. Während ihre Hände das Wasser der Dusche aufdrehen, kann sie einzelnen Tropfen auf ihrem nackten Körper beim Fließen zusehen. Ihre Augen schließen sich, dabei streckt ihr Gesicht sich dem Wasserstrahl entgegen. Die Leichtigkeit dieses Moments kann sie nicht mit ihren Augen sehen, sondern in den Gefühlen wahrnehmen. Tiefer Genuss umschmeichelt sinnliche Bewegungen und wirkt anziehend für intensive, körperliche Erregungen. Sie hört die sich öffnende Türe nicht, da sie immer noch vertieft in die Fließbewegung des warmen Wassers ist. Vollumfänglich genießt sie den Moment, weil ihr die Achtsamkeit wieder inneren Frieden schenkt. Ein für sie ganz besonders wichtiger Mensch öffnet die Türe zur Dusche, das sanfte Wasser war erst die sinnliche Vorstufe. Ganz leise betritt er einen Moment der Zweisamkeit, seine Nähe zu spüren vertreibt ihre Einsamkeit. Überraschend schenkt er ihr intime Nähe. All die Zuneigung können sie in diesem Augenblick sehen. In ihm kann sie emotionale Sicherheit finden und sich dem Moment komplett hingeben.
Hingebungsvoll verschmelzen ihre Körper im endlichen Fluss vieler Wassertropfen. Mit jedem Tropfen spürt sie die Zartheit seiner Berührungen immer mehr. Sich ihm hinzugeben, fällt ihr nicht schwer. Vertrauen und Zweisamkeit vereint in einem Moment der unendlich wirkenden Verschmelzung zu einer Einheit. Seine Hände streichen über ihren mit Wasser bedeckten Bauch, ihre geschlossenen Augen signalisieren, dass sie ihm voll und ganz vertraut. Losgelöst vom vergangenen Stress spürt sie, wie seine Berührungen eine große Lust in ihr wecken. Ganz langsam wandern die zärtlich streichelnden Bewegungen seiner Finger den Bauchnabel hinab, die Lust hat sie längst gepackt. Es ist deutlich hörbar, wie diese Berührung ihren Atem verlängert, während die Geräusche ihrer Stimme sich erregend verändern. Tief atmet sie ein und aus, lustvoll legt sie ihren Kopf über die Grenzen seiner nackten Haut hinaus. Sie umschmeichelt seine Schulter, ihre Hände wandern an seinem nackten Körper immer weiter hinunter. Ihre Bewegungen werden immer ungeduldiger, das Streicheln ihrer Haut reicht nicht mehr, ihn tief in sich zu spüren, wünscht sie sich gerade sehr. Es gibt nichts, was die Harmonie ihrer erregten Körper stören kann, sie lassen sich gehen im vollkommenen Einklang.
Bewegungen vereint in der größtmöglichen Nähe, als ob es nie einen anderen für sie gegeben hätte. Ihr Becken wird dicht an seinen Körper gepresst, während die Worte „Ich möchte dich sprühen“ ihre Lippen verlässt.
Ab jetzt ist eure Fantasie gefragt...
