Im Atem der Zweisamkeit

Im Atem der Zweisamkeit 

Geschrieben am 21.05.2026

 

Gefühlshauch/lyrische Prosa: 

 

Der Regen hat das Licht in den Straßen weich gedimmt, während seine Hand mit ihrer Taillenwindung verschwimmt. Pfützen glänzen wie schimmernde Erinnerungen einer fast vergessenen Zeit, die verweilt, während sie zugleich erneut verstreicht.  Auf dem nassen Asphalt ziehen die Lichter in lange, verschwommene Streifen, ohne die streichelnde Zweisamkeit des Abendschimmers zu begreifen. Sie schlendern im Einklang mit der Dämmerung in die anbrechende Nacht, ohne Eile, als hätten sie nichts zu befürchten oder gar die Dunkelheit selbst zu fürchten. Sie müssen den Stimmen fremder Menschen nichts beweisen, nur gemeinsam durch die Nacht reisen.  Der Glanz der ersten Sterne spiegelt sich in seinen Augen, als er zu ihr rübersieht und Worte klangvoller Lieblichkeit spricht, in einem stillen Moment, in dem die Liebe ihm Harmonie schenkt. 

 

Spüre mich im warmen Regenschauer, der über deinen Nacken rinnt wie eine Erinnerung, die niemals ganz ausgesprochen wurde und doch mit jedem Regentropfen über die Haut gleitet, während die leisen Töne der Nacht eine umhüllende Kälte erschaffen. Manchmal höre ich dein Flüstern im fallenden Wassertropfen, der in eine große Pfütze eintaucht und mir im schimmernden Licht reiner Schönheit die Worte raubt. Sie sehen einander an, beinahe so, als könne der Schatten der hereinbrechenden Nacht die Sterne zum Funkeln verleiten, ohne ins dunkle Nichts der Dämmerung zu gleiten. 

 

Wehmütige Blicke entschwinden mit verwehenden Sonnenstrahlen in ferne Weite hinfort, während suchende Hände zu einem Ort schweifen, der jenseits aller Nähe liegt und doch zwischen vergehender Sonne und Dämmerung wiegt.  Während sich ein dunkler Schleier über die Lichtfunken legt, können sie im Lichtfunken der Liebe verweilen, ohne mit großer Hast durch die Nacht zu eilen.  Ihre liebevollen Blicke verlieren sich in ihm, noch bevor seine Hände zärtlich ihre Lippen berühren, um die weichste Haut am ganzen Körper langsam zu spüren. Worte entgleiten ihren geöffneten Lippen, während die Augen geschlossen verweilen. Wie es scheint, wollen selbst ihre Worte nicht schnell eilen. 

 

„Woran dachte er bei funkelndem Augenglanz?  Was hat seine Berührung so kostbar für mich gemacht? flüstert ihre leise wispernde Stimme schwingend in einem wärmenden Moment, den sein Streicheln ihr bei Nacht schenkt.  Ein Atemzug verweilender Zweisamkeit entweicht ihren Lippen, während die Augen in genussvoller Hingabe geschlossen verweilen, um vollkommen zur liebevollen Berührung zu eilen.  „Streichele meine Lippen so sanft wie eine fast vergessene Liebkosung, die meine tiefsten Ängste streift, und selbst in der Dunkelheit unaufhaltsam in deinen Armen verweilt." 

 

Text © Deep-feeling / www.deep-feeling.de
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