
Leuchtende Spuren am Strand
Geschrieben am 10.09.2025
Sobald die Abendsonne erneut die rote Färbung am Himmel zeigt, steht ein besonderes Pferd mit leuchtenden goldenen Mustern bereit. Es scharrt mit einem langen, grazilen Fuß und wartet, bis der Tag die Nacht begrüßt. Wenn Dunkelheit schleichend die Helligkeit umhüllt, werden viele goldene Linien mit einer schimmernden, besonders kraftvollen Energie gefüllt. Während die sich verdunkelnden Schatten nach der Sonne greifen, sind es die golden gemusterten Farben, die weiterhin leuchtend durch die einsetzende Dunkelheit streichen. Die Sonnenstrahlen schleichen im Angesicht des roten Himmels davon, bis vorübergehend die Nacht die Oberhand gewinnt. Es ist die Erkenntnis, dass Zeit nie schneller verrinnt, die immer mitschwingt. Die beständige Vergänglichkeit von Bewusstem und unterbewusstem Erleben tiefer Gefühle kostet dem Verstand kaum Mühe. Das Abendrot schleicht langsam davon und treibt die ruhelosen Schritte des Pferdes endlich voran. Unaufhaltsam graben die festen Hufe sich in den weichen Sand. Der Boden gibt in der festen Bewegung schneller Schritte nach, während das Pferd die Weichheit des Sandes am seidig glatten, blau schimmernden Fell gespürt hat. Für wenige Sekunden schwebt ein weiter Schritt durch den nassen Sand, doch die Leichtigkeit hat nicht auf Dauer Bestand. Fast schwerelos hält die Luft den von Anmut geschmückten Körper des Pferdes für einen Augenblick fest, bevor es durch Anziehung die Schwerelosigkeit verlässt.
Das goldene Muster auf dem schimmernden Fell fängt die Leichtigkeit der Freude intensiver Energie ein. Im Leuchten der goldenen Farben sind bewusste Momente mit der Erkenntnis der Vergänglichkeit vereint. Unzählbar viele Nächte ziehen galoppierend an der wehenden, sanften Schönheit ungesehener, manchmal unbeachteter Beständigkeit vorbei. Ungeachtet der vergehenden Zeit hält die Dämmerung selbst in der kalten Herbstnacht noch immer etwas Wärme bereit. Glänzende, helle, goldene Adern auf dunkelblau schimmerndem Fell, selbst die Dämmerung wirkt durch die Strahlkraft der leuchtenden Energie wieder strahlend hell. Es galoppiert unaufhaltsam am orangen, rot gefärbten Strand, die Kühle der Nacht umhüllt den gerade noch heißen Sand. Man sieht die Lebendigkeit der Bewegungen am gemusterten, fast hellen Schein, doch es bestimmt nicht die Vollkommenheit des Daseins. Auch wenn die Bewegungen bei vollkommener Dunkelheit wieder verstummen, ist das Pferd nicht wirklich komplett verschwunden. Leichtigkeit und Anmut sind auf besondere Weise unterbewusst miteinander verbunden. Lebendigkeit und Leichtigkeit haben sich trotz gelegentlich fehlender Sichtbarkeit in der Beständigkeit der Wiederholung wiedergefunden.
Eine Frau mit langen Haaren steht unbedacht da, während sie in einem winzigen Augenblick das blitzschnell galoppierende Pferd im Augenwinkel sah. Dunkelblonde lange Haare bewegen sich unkontrollierbar im Wind, während sie fast synchron zur Mähne des Pferdes schwingend von außen zu beobachten sind. Die warme Abendluft lenkt ihre Aufmerksamkeit mit einem überraschend kalten Windhauch zu ihr zurück. Für einen Augenblick berührten ihre aufgewühlten Gefühle Unbewusstes in Form von galoppierendem Glück. Doch die kreisenden Gedanken holten sie immer wieder ein. Es scheint, unterdrückte Gefühle können nicht immer lebendig in ihr sein. Ihre Gedanken stecken im Nebel der bedachten Wirkung fest, während ihr Verhalten das bewusste Handeln längst verlässt. Selbst die verrinnende Zeit scheint in der nächtlichen Wiederkehr mit der Beständigkeit der Energiemuster des Lebens vereint. Es ist die Unendlichkeit der beständigen Vergänglichkeit, die der Vielfalt möglichem Bewusstsein gleicht.
Das Leuchten strahlt selbst bis in die nicht mögliche unendliche Weite, während Gedankengänge verschiedener Menschen einem einzigartigen Puzzle im Zusammenspiel der verschiedenen Materie gleichen. Sanft umspülen gleichmäßig auslaufende Wellen die Spuren der leuchtenden, unaufhaltsamen Kraft. Die Spuren funkeln selbst in der einsetzenden Nacht, da das Pferd mit den strahlenden Mustern sie erschaffen hat. Ist das Pferd bei Nacht gerade nicht zu sehen, können wir die verbleibende Nähe an den leuchtenden Spuren im nassen Sand leuchten sehen. Viele Hufspuren im vom Wasser verwischten Sand zieren den langen Strand. Tobende Böen von stark wehendem Gegenwind sind mit der beständigen, galoppierenden, starken Anmut des Pferdes vereint. Dennoch berührt selbst die Leichtigkeit zugleich unaufhaltsam die Vergänglichkeit. Der Widerspruch von beständiger Vergänglichkeit wird im Morgenlicht erneut vom aufkommenden Tag verwischt. Die fehlende Sicht verhindert nicht, dass die funkelnde Energie der leuchtenden goldenen Lebensadern mit dem Abendrot erneut zu den Menschen spricht. Die Stille in der ruhenden Nacht hat an die Sehnsucht nach einem lebendigen Leben gedacht. Meeresrauschen begleitet leise ruhende Gedanken, während die Spuren der Kraft sich mit dem Gefühl fest verankern. Die leuchtenden Hufspuren des Pferdes haben am Rand zwischen nassem und trockenem Sand einen festen Platz gefunden. Auf diese besondere Weise hat die Beständigkeit die vergangene Ruhelosigkeit der unaufhaltsamen Veränderung überwunden.
Gefühl setzt scheinbar die unmögliche Unendlichkeit mit der vielfältigen Meinung zum Bewusstsein gleich, noch bevor die besonderen Minuten der galoppierenden Leichtkraft vor den Augen der Abendsonne verstreichen. Im gesprochenen Wort unterstreichen Menschen gelegentlich einen Satz mit dem Wort „vielleicht“, was dem Straucheln der Wahrhaftigkeit in der Aussage gleicht. Bewusstsein verbindet Werte in einer moralisch vielfältigen Welt, auch wenn die Freiheit der Gedanken nicht jedem gefällt. Durch so manche Gegebenheit geeint, kann Bewusstsein auf überraschende Weise in vielen Formen lebendig sein. Das Wort „Vielleicht“ wirkt wie ein zarter Schleier des Zweifels, der den sicheren Boden der Wahrheit verwischt. Er umhüllt die vorhandene Sicht, während das Straucheln die Unsicherheit der Willenskraft in eigentlich spürbarer Gewissheit symbolisiert.
Wenn die aufgehende Sonne die Sonnenstrahlen befreit, steht das Pferd erneut bereit. Du kannst es verstehen, wenn deine bewussten Entscheidungen nach dem unbekannten Verhalten in dir sehen. Die Einigkeit unserer Gefühle verstreicht, während dein Gedanke immer wieder nach einer bestimmten Lösung greift.
