
Meine Leidenschaft für Texte
In diesem Text möchte ich über meine Lieblingsbeschäftigung, das Schreiben von Texten, sprechen. Ihr werdet erfahren, wie es sich für mich anfühlt, einen Text zu schreiben. Es ist nicht nur ein Hobby, sondern hat eine große Bedeutung für mich. Schon im Teenageralter habe ich Texte geschrieben. Manchmal habe ich sie meiner damaligen Deutschlehrerin gezeigt. Ich wollte eine ehrliche Meinung von ihr. Damals war es mir von großer Bedeutung, ein paar Ratschläge zu erhalten. Ich habe erst heute verstanden, dass meine Deutschlehrerin und ich verschiedene Vorstellungen davon hatten, was das bedeutet. Die Deutschlehrerin hat sich sehr auf Textformen und Deutschregeln beim Schreiben konzentriert, wie es von einem Deutschlehrer erwartet wird. Man könnte behaupten, dass sie meine Texte wie einen Aufsatz behandelt hat, obwohl mir eigentlich daran gelegen war, wie harmonisch die Wörter miteinander klingen. Ich befolge zwar Regeln, die für das Schreiben von Bedeutung sind, aber es kommt mir auch heute noch vor, dass ich die Zeitformen einiger Wörter gezielt in einigen Sätzen verändere. Ich betrachte die Texte als eine Art künstlerische Tätigkeit. Es macht somit keinen Sinn, sie mit einem Aufsatz zu vergleichen. In der Schulzeit war ich so frustriert über die Reaktion der Lehrerin, dass ich mutlos aufgehört habe zu schreiben. Ihe Worte haben mich verunsichert und ich habe mich missverstanden gefühlt. Sehr lange Zeit, ungefähr 15 Jahre lang, habe ich keinen einzigen Text mehr geschrieben. Wahrscheinlich hätte ich nie einen Text verfasst, wenn ich nicht spontan mit dem Schreiben von Briefen begonnen hätte. Lange Zeit habe ich überlegt, wie ich die Hintergründe zum plötzlichen Briefe schreiben erkläre. Es ist jedoch nicht sinnvoll, etwas zu beschreiben, das man nicht erklären kann. Es war eine sehr spontane und impulsive Entscheidung. Auch wenn ich jetzt keine Briefe mehr schreibe, hat mir diese Zeit die Lust am Schreiben wieder geschenkt. Erst in diesen Momenten habe ich die Leidenschaft für das Schreiben erneut für mich entdeckt. Dafür bin ich sehr dankbar.
Ich kann allen Menschen, die ein ähnlich tiefes und intensives Gefühlserleben wie ich haben, raten, Texte zu schreiben. Es ist kaum zu beschreiben, wie viel Kraft mir das Schreiben gibt. Die Art, wie Menschen schreiben, ist sehr unterschiedlich. Manche Menschen schreiben Tagebuch. Wieder andere schreiben Gedichte und behalten diese für sich oder teilen sie in einer Literaturgruppe. Vor ein paar Jahren habe ich begonnen, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich schreiben möchte. Der Gedanke, dass die von mir geschriebenen Texte in einer Schublade liegen bleiben, hat mich traurig gemacht. Daraufhin habe ich begonnen, meine alte Webseite www.soulnoted.de mit meinen Texten zu füllen. Auch wenn ich jetzt eine neue Webseite habe, gibt es die alte Webseite noch. Es ist eine Art Archiv, in dem man sehen kann, wie sich meine Art zu schreiben mit der Zeit verändert hat. Es ist definitiv eine Entwicklung zu sehen. Gerade arbeite ich an einem ganz bedeutungsvollen neuen Meilenstein beim Schreiben. Diese weitere Entwicklungsphase bedeutet mir sehr viel. Ich schreibe meinen ersten langen Text mit ca. 50 Seiten. Bis der Text fertig ist, wird es noch einige Monate dauern.
Das Schreiben ist eine Möglichkeit für mich, Gefühle, Eindrücke, Beobachtungen oder erlangtes Wissen zu verarbeiten. Es hilft mir sehr. Ich schreibe nicht, um tausende von Menschen zu erreichen oder Geld zu verdienen, sondern weil es mir Freude bereitet. Wer die Texte lesen möchte, kann das gerne auf meiner Webseite machen. Es ist allerdings auch in Ordnung für mich, wenn niemand meine Texte lesen würde. Jetzt erzähle ich euch, wie ich meine Texte schreibe. Ihr sollt wissen, wie es sich für mich anfühlt. Da ich keine Menschen kenne, die Texte schreiben, ist es allerdings nicht möglich, meine Art zu schreiben mit anderen zu vergleichen. Bei den Kurztexten ist zuerst eine Idee. Es gibt in solchen Momenten immer etwas, das meine Kreativität triggert. Es kann eine Textzeile sein, die ich zufällig in einem Bericht lese, oder ein Gefühl, das mich gerade beschäftigt. Manchmal sind es auch Beobachtungen oder ich lese einen Artikel über ein bestimmtes Thema. Dann formt sich eine grundlegende Idee zu einem Text. Im Anschluss beschäftige ich mich tiefgründig mit diesem Thema. In dieser Phase denke ich über die tiefere Bedeutung des Textes nach und versuche, das Thema emotional zu spüren. Das tiefere Verarbeiten der Informationen dauert bei mir einige Zeit. Meistens fange ich deswegen erst am nächsten Tag an, den Text zu schreiben. Allerdings setze ich mich nicht einfach hin und fange an, zu schreiben, sondern die Texte fallen mir plötzlich ein. Mir ist aufgefallen, dass mir die Textzeilen meistens einfallen, wenn ich in einem Ruhemodus bin. Innerlich entspannt und losgelöst vom Alltag oder in Momenten, in denen ich besonders emotional aufgewühlt bin. Wann genau der Moment kommt, kann ich nie vorab bestimmen. Die Worte fallen mir tatsächlich plötzlich, ganz unerwartet ein. Wenn ich einmal in diesem Schreibmodus bin, dann hören die Ideen für Textzeilen für längere Zeit nicht auf. Vermutlich ist ein Teil von meinem Schreiben eine Kombination aus bewussten Gedanken und Einflüssen vom Unterbewusstsein. Am besten könnte man das Gefühl in diesem Moment als kreative Welle beschreiben, die mich schlagartig überschwemmt. Die größte Herausforderung in solchen Momenten ist die Flüchtigkeit der Gedanken. Damit ich die Textzeilen nicht vergesse, muss ich sie in den Momenten sofort notieren. Das kann zu Situationen führen, die andere Menschen gelegentlich irritieren. Zum Beispiel muss ich mir manchmal etwas notieren, während ich mit einer Freundin unterwegs bin. Es ist mir manchmal unangenehm, wenn mir Textzeilen ausgerechnet dann einfallen, während ich eigentlich mit einer Freundin unterwegs bin. Deswegen ist mein Notizbuch meistens mit dabei. In einigen Situationen muss ich die aufkommende Kreativität unterdrücken. Zum Beispiel beim Autofahren. Es ist nicht möglich, während des Autofahrens in ein Notizbuch etwas zu schreiben. Aus mir nicht bekannten Gründen fallen mir tatsächlich oft Texte während des Autofahrens ein. Jedes Mal ärgere ich mich darüber. Was für ein schlechter Zeitpunkt für kreative Ideen. Vielleicht denken viele jetzt an dieser Stelle, dass ich immer so tiefenentspannt bin beim Autofahren. Leider ist eher das Gegenteil der Fall. Gelegentlich bin ich eher der „motzt beim Autofahren“-Typ. Während ich also manchmal motzend über das langsame Tempo von Autofahrern auf meinem Autositz sitze, fällt mir plötzlich eine Textzeile ein. Für mich ist das absolut unverständlich, aber es zeigt, dass die Ideen mich wirklich sehr unerwartet und plötzlich überkommen. Heute Morgen war wieder ein solcher Moment. Mir sind Zeilen für meinen neuen Text „Dein Schatten auf meiner Haut“ eingefallen, der wahrscheinlich am Wochenende fertig wird. Allerdings möchte ich keinen Unfall bauen, und so verwerfe ich die Idee in solchen Momenten. Es wäre schwierig, einem Unfallbeteiligten den Grund für den Unfall mit „kreativem Einfall während des Autofahrens“ zu beschreiben. Man könnte also sagen, dass mir passende Ideen oft in unpassenden Situationen einfallen. Mir sind auch schon Zeilen Texte über Freiheit mitten in einem Saunaaufguss eingefallen. In diesem Text ging es um einen Schmetterling, der als Symbol der Freiheit in die Luft fliegt. Wahrscheinlich gibt es kaum einen anderen Menschen, der in einer Sauna an Schmetterlinge denkt. Den ersten Reflex, mein Notizbuch mit in die Sauna zu nehmen, konnte ich unterdrücken. Ich habe vermutet, dass einige Menschen in der Sauna das sehr seltsam gefunden hätten. Vor ca. 2 Jahren habe ich zufällig auf einer Veranstaltung einen Künstler kennengelernt. Er hatte mitten auf der Veranstaltung einen Zeichenblock dabei. Er hat sich kaum mit anderen unterhalten, sondern schaute immer wieder an verschiedene Orte im Raum. Plötzlich hat sich sein Blick verändert und er hat schnell seinen Zeichenblock genommen und etwas gemalt. Diese Szene ist regelmäßig in verschiedenen Momenten zu beobachten gewesen. Es war deutlich zu sehen, dass auch andere Menschen genau wie ich von ihrer Kreativität überschwemmt werden.
Die Reaktion von anderen Menschen auf mein Hobby ist sehr unterschiedlich. Es gab in der Vergangenheit Menschen, die großes Interesse daran hatten. Einige Personen sind gelegentlich auch eingeschüchtert, auch wenn ich nicht wirklich verstehe, warum. Es kamen in solchen Momenten Antworten wie „So etwas kann ich nicht“. Aber etwas ist bei vielen gleich. Sie schauen mich an, hören sich meine Hobbys an und sagen nichts mehr. Wahrscheinlich ist das Schreiben von Texten ein eher seltenes Hobby und viele Menschen wissen nicht, was sie dazu sagen sollen. Als ich vor langer Zeit meinem Vater davon erzählt habe, hat mich seine Reaktion etwas irritiert. Als ich es ihm erklärt habe, sagte er zu mir: „Aber du brauchst doch ein richtiges Hobby. Vielleicht versuchst du es mit einem Sportverein“. Als er mich mit meinem Notizbuch im Gras sitzen sah, war seine größte Sorge, dass ich hinter dem Notizbuch vereinsamen könnte. Er hat das Schreiben nicht als Hobby wahrnehmen können, was wahrscheinlich an seiner sehr extrovertierten, kontaktfreudigen Art liegt. Also ich sehe es als Hobby an. Das Wundervolle an diesem Hobby ist, dass ich es gut mit anderen Aktivitäten kombinieren kann. Das Notizbuch kann ich fast überall mitnehmen. Somit bin ich, was den Ort angeht, sehr flexibel. Das erleichtert es, wenn ich mein Hobby mit Aktivitäten von anderen Menschen kombinieren möchte. Ich kann etwa an einem See mit einer Freundin sitzen, gelegentlich schwimmen und ein wenig in mein Notizbuch schreiben.
Einige Menschen denken, dass ich schreibe, was ich fühle. Oft ist das auch so, aber manchmal fühle ich, was ich schreibe. Das klingt fast identisch, ist allerdings etwas sehr Unterschiedliches. Wenn man schreibt, was man fühlt, dann ist zuerst das Gefühl vorhanden, das man in einen Text einbauen kann. Oft befasse ich mich emotional so lange mit dem Thema des Textes, dass ich den Text selbst in mir spüren kann. Man könnte sagen, ich erzeuge die passenden Gefühle mithilfe von Erinnerungen, Beobachtungen oder Hintergrundwissen. Je nach Thema ist das natürlich immer unterschiedlich. In diesen Momenten versuche ich, mich so lange in das grundlegende Gefühl vom Text einzufühlen, bis ich es selbst in mir spüre. Das funktioniert bei mir tatsächlich. Erst wenn ich die Emotion des Textes spüre, kann ich schreiben. Meistens dauert es eine Nacht, bis ich all die Informationen verarbeiten kann. Leider kann ich nicht sagen, ob dieses Gefühl beim Lesen bei anderen Menschen spürbar ist. Wahrscheinlich ist es je nach Mensch sehr unterschiedlich. Da jeder von uns unterschiedliche Erfahrungen gemacht hat, reagieren wir unterschiedlich auf verschiedene Themen. Am besten ist übrigens der Text angekommen, den ich eigentlich nicht so gerne geschrieben habe. Der Text „Heiße Abende“ hat am meisten Reaktionen hervorgerufen. Die Reaktionen waren mir fast schon zu viel. Am wenigsten Reaktionen haben die letzten sehr philosophischen Texte ausgelöst. Das sind tiefgründige Texte, die ich eigentlich am liebsten schreibe. Es bereitet mir unbeschreiblich große Freude tief in die grundlegenden Fragen des Lebens und der Welt einzutauchen. Gelegentlich finden all diese Gedanken und Eindrücke dann natürIich auch einen Weg in meine Texte. In meinem Umfeld gibt es nur wenige Menschen, die sich für solche philosophischen Texte interessieren. Einige Menschen verstehen diese Art der Gedanken scheinbar nicht. Sie empfinden es als befremdlich und gar melancholisch. Dabei sind diese Texte aus den Tiefen meiner Gedankenwelt entsprungen und sollen niemanden aufwühlen. Tatsächlich habe ich nicht das Gefühl, dass all diese tiefgründigen Gedanken mich negativ beeinflussen. Sie inspirieren mich immer wieder auf Neue. Das finde ich wunderbar. Zum Glück ist es mir nicht wichtig, wie gut oder schlecht meine Texte ankommen. Ich schreibe, was mir gefällt, denn es macht mich wirklich glücklich, Texte zu schreiben. Was auch immer euch glücklich macht, ihr solltet es mit viel Engagement in euer Leben einbauen. Ganz egal, was andere Menschen dazu sagen.
