Zwischen vier Flügeln

Geschrieben am 14.05.2026

 

Zwei Blaumeisen singen ein liebliches Lied von Zerbrechlichkeit in besinnlicher Zweisamkeit, die selbst ein dünner Blütenstängel noch tragen kann, denn auf verbogenem Grün sind sie zusammen. Harmonische Klänge formen ein sanft schwingendes Notenband, das in ihren anschmiegsamen Körpern wärmende Innigkeit fand. In zärtlichem Einklang zwitschert der schmuckvolle Vogel eine besondere Strophe, die bis in die Weite erklingt und von tiefer Verbundenheit singt.  

 

“Mit dir in meinen Gedanken kann mein rastloser Geist zwischen Hingabe und Vertrauen schwanken, ohne haltlos durch die große Welt zu wanken”.   

 

Es schwingen Klangwellen, lautlos zwischen Himmel und Erde tanzend in einem sanften Liebesklang zarter Töne, die selbst die verborgensten Daunenfedern umhüllen und sie verwöhnen. Seht euch nur die kleinen Blaumeisen an, wie sie die Zweisamkeit genießen, unscheinbar und doch von einer stillen Weichheit umgeben, als könne sie nichts von der Seite des anderen hinfortheben. Wie weich fühlen sich ihre kleinen Daunenfedern wohl an, wenn man sich daran anschmiegen kann? Die Melodie der Liebe kann die Furcht vor der Trennung überwinden, da die Flügel im Schwung der Zuneigung schwingen. Zwei Vögel sitzen untrennbar nah, bis einer von beiden einen Schritt zur Seite wagt. Während die Schwere mühelos und scheinbar federleicht der Schwerkraft weicht, verschiebt das Gewicht ein zartgebautes Gleichgewicht. Ein stilles Versprechen löst sich im zitternden Moment der Entfernung, doch an der hauchzarten Grenze des Haltens kann sich neue Nähe entfalten. Die verschobene Last wird vom Stängel kaum noch getragen, als sei er selbst in ein unsicheres Schweben geraten. Der Vogel muss den Flug in die Höhe wagen, von Luftschwüngen getragen.  

 

Ein taugetragenes Notenschwingen erklingt zur frühen Morgenstunde, die tastend durch die dahinziehende Zeit wandert und Lebendigkeit in schwingende Töne verwandelt. Selbst der weiterziehende Zeitmoment verneigt sich vor der Lebensfreude, sie erklingt wie ein in Farbe getränktes Federkleid, das trällernd durch die Lüfte streift. Wie eine leise fallende Note, geformt aus reinem Sonnenlicht, das auf die zarten Glockenblumen trifft, erklingt, während ein Flügelschlag sich in die Lüfte schwingt.  

Leise wird das einst lebendige Vogellied, da der verbliebene Vogel seinen Geliebten nicht mehr vor sich sieht. Ein zaghafter Ton erklingt, während eine sehnsuchtsvolle Melodie durch die Luft schwingt:  

 

“Wo bist du hin? Mein Federkleid spürt deine Nähe nicht mehr, die Leichtigkeit des Moments zu finden, fällt mir schwer. Den Ort, an dem deine Flügel schwingen oder gar deine zarten Töne klingen können, können meine suchenden Augen nicht finden.“  

 

Auf die Antwort muss er nicht lange warten, denn ein Ruf kam wie durch viele Hände getragen. Vom weiten Raum davongetragen, kann er der entfernten Nähe nur schwach lauschen, ohne eine weitere Strophe der Sehnsucht zu hauchen. 

 

Text © Deep-feeling / www.deep-feeling.de
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